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Weinjahr 2014


2014 - ein feucht-warmer Winter bringt einen neuen Schädling in deutsche Weinanbaugebiete.

Gerade haben die umtriebigen Herbsttage auf dem Wilhelmshof geendet und die Erntehelfer - 25 an der Zahl - haben die Stammmannschaft verlassen.
Wie immer wurde die gesamte Weinernte von Hand sehr selektiv gelesen. Zwei bis drei Mal wurde jeder Weinberg selektiv geerntet und nur die am besten geeignetsten Trauben ausgelesen. Der Wetterverlauf im April führte zu einem drei Wochen früheren Austrieb gegenüber der 60-jährigen Norm.
Dieser Entwicklungsvorsprung setzte sich in einer 15 Tage früheren, gut verlaufenden Blüte fort. Im Frühsommer lag zunächst ein starker Wassermangel vor, der aber in den folgenden Monaten Juli und August durch intensive Niederschläge wieder aufgefüllt wurde.
Ein Herbst mit vielen Hochs oder der Wetterbericht lag selten so oft daneben wie im September 2014. Statt der häufig gemeldeten Regenfälle war es überraschend sonniges und ideales Herbstwetter. Bei schönstem Sonnenschein durften wir in selbiger Lage daher traumhafte Weiß- und Grauburgunder ernten. Der Highlight des Jahrgangs wird sicher der Riesling werden: goldgelbe, aromatische Beeren/Früchte durften nach dem abbeeren im Kelterhaus noch etwas Kontakt mit dem Saft haben um die Aromen aus der Beerenhaut zu lösen.
Aus Radio und Presse haben Sie vielleicht auch von einem neuen tierischen Schädling gehört: die Kirschessigfliege trieb in diesem Jahr erstmals in nennenswertem Umfang Ihr Unwesen in deutschen Weinbergen. Nur gut, dass Sie bevorzugt dunkle Beeren früh reifender Rebsorten befällt, da wir diese nicht anbauen. Auch lichte Laubwände und frei hängende, besonnte Trauben - wie im Wilhelmshof üblich - so gar nicht mag. Somit konnten wir recht unbehelligt von der Kirschessigfliege arbeiten.