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April
Anfang April - ist es mit aller Macht Frühling geworden. Entlang der Weinstraße leuchten gelbe Narzissen unter den rosafarbenen Wolken der blühenden Mandelbäume, darüber wölbt sich ein strahlend blauer Himmel. In den Gärten blühen Traubenhyazinthen und die ersten Tulpen, Gänseblümchen und Huflattich schmücken Wegränder.

Wie alle anderen Pflanzen haben auch die Reben das neue Vegetationsjahr in Angriff genommen: mit dem Anstieg der Temperaturen im Unterboden sind die Reben nach dem Stadium "Knospen schwellen" im "Wollestadium", das heißt die Knospen sind aufgesprungen und zeigen einen weißen, wolligen Flaum. Wann der Austrieb erfolgt, hängt von den Temperaturen der zweiten Aprilhälfte ab. Im langjährigen Mittel geht man von einem Austriebstermin um den 20. April aus.
Wenige warme Tage lassen die "Knospen" aufbrechen und die ersten grünen Blättchen zeigen den Beginn des neuen Vegetationsjahres.
Mit der vermehrten Wasseraufnahme durch die Wurzeln werden die im Rebstock vorhandenen Reservestoffe mobilisiert. Es handelt sich um Zucker und Eiweiße, die im vorigen Sommer eingelagert wurden. Die Rebe ist eine sparsame Pflanze. Erst treiben die oberirdischen Organe aus, später beginnen auch die Wurzeln zu wachsen. Dadurch verbraucht sie nicht sofort alle Reserven.

Nun werden die Weinbergsbrachen für Neuanlagen vorbereitet (Bodenbearbeitung) und in der letztjährigen Junganlage Pfähle gesetzt, Drähte gespannt.

Auf dem Photo unten: Die Reben werden gepflanzt.