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2010 - Ein Jahr der Wetterkapriolen

2010 zeichnete sich durch einen ungewöhnlich kalten Winter aus. Es folgte ein deutlich zu warmer April, unterbrochen durch einen massiven Kälteeinbruch mit Temperaturen bis zu -4 °C. Der Mai war zwar frostfrei aber zu kalt. Daher ein verzögerter Blütebeginn und eine durch die Schafskälte - Mitte Juni - stark verrieselte Rebenblüte. Dieser Temperaturabfall während der Rebenblüte trug zu den enttäuschend geringen Traubenerträgen bei.
Dazu kam noch der Hagelschlag am 9. Juni, wovon drei Hektar unserer Weinberge stark betroffen wurden. Triebe und Trauben waren zum größten Teil abgeschlagen. Der Rebstock konnte nach einer Erholungsphase zwar wieder grüne Triebe bilden, doch der Traubenertrag fiel für diesen gebeutelten Jahrgang aus.
In allen anderen Weinbergen in Siebeldingen und Frankweiler verursachten die stürmischen Gewitterböen des Unwetters vom 9. Juni starken Windbruch, was zu einem hohen Aufwand bei der Laubwandpflege führte.

Die gute Wasserversorgung bei durchgängig hochsommerlichen Temperaturen bis 38 °C im Juli erwiesen sich als Balsam für die Reben. Leider lies uns der Sommer nach einer dreiwöchigen Hitzeperiode im Stich. Es folgte ein nasser kühler August mit 20 Regentagen und 140 Liter/qm.
Letztendlich prägten die kalten Septembernächte den Weinjahrgang 2010 durch einen verzögerten Säureabbau. Erfreulich war dann der "Goldenen Oktober" der mit seinen milden Temperaturen und Sonnenschein den Trauben noch Mals einen Schub zu höheren Qualitäten ermöglichte. Diese Wetterstabillisierung konnte wir voll ausschöpfen, da wir bis weit in den Oktober hinein mit unseren zwanzig Lesehelfern beschäftigt waren die Trauben von Hand zu lesen und gemäß unseren strikten Qualitätsanforderungen sorgfältig zu sortieren.

Die vorläufige Regenbilanz des Deutschen Wetterdienstes im Oktober 2010 bemerkte bereits dass Mitte Oktober das Regensoll des Jahres überschritten war. Gegenüber dem vieljährigen Durchschnitt waren wir deutlich im Überschuss.