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Nachhaltigkeit

Nachhaltig

Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will.

Albert Einstein

Der Nachhaltigkeitsgedanke steht im Wilhelmshof über allem:

Durch Arbeiten im Einklang mit der Natur schaffen wir einen Raum in welchem Menschen und Natur in friedlicher Koexistenz leben und gedeihen können und auch für die nächsten Generation erhalten bleibt.

Mit der Herausgabe des ersten Nachhaltigkeitsberichtes nach den offiziellen GRI4-Leitlinien 2016 und Veröffentlichung der Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) 2019 mit seinen zwanzig Kriterien haben wir als erstes deutsches Weingut unsere Bemühung um Nachhaltigkeit dokumentiert und transparent gemacht.

Der Gedanke der Nachhaltigkeit mit seinen drei Säulen Ökologie, Ökonomie und Soziales prägt unser Handeln vom Weinbau bis hin zur Vermarktung.

WIR SIND BIO-ZERTIFIZIERT

Zeichnung Raupe
Keine Herbizide und Pestizide

Beikräuter, früher Unkraut genannt, versuchen wir mit verschiedenen Maßnahmen, allerdings nicht mit Herbiziden, unter der Schadschwelle zu halten, damit sie nicht zur Wasser- und Nährstoffkonkurrenz der Reben werden. Im Extremfall, und bei Junganlagen sowieso, wird auch mal die gute alte Handhacke hervorgeholt. Auch bei der Schädlingsbekämpfung setzen wir ganz auf das biologische Verfahren der sexuellen Verwirrung durch Pheromone beim Traubenwickler. Da wir keine Insektizide einsetzen, haben sich in unseren Weinbergen die Raubmilben vermehrt, die natürlichen Feinde der Roten Spinne. Sie stechen die Blätter an, saugen den Saft aus und das Blatt stirb dann ab. Die Raubmilbe schadet den Reben nicht, sie verzehrt nur die Rote Spinne.

Zeichnung Traube
Biologische Düngung

Auf unserem Weinberg verzichten wir vollständig auf chemische Düngemittel. Stattdessen versuchen wir alles, was wir dem Weinberg entnehmen, auch wieder den Böden zurück zu geben und in den Kreislauf zu integrieren. So werden nach dem Keltern die Beerenhäute der Trauben als organischer Dünger zurück in den Weinberg gebracht. Auch der Aufwuchs der Begrünung verbleibt im Weinberg und dient zur Nährstoff- Humusanreicherung. Die Begrünung verhindert Erosion, also Auswaschung und Abschwemmung, verbessert die Bodenstruktur.

Zeichnung Weinfass
Nachhaltigkeit im Weinkeller

Auch bei der Vinifikation im Weinkeller setzen wir ganz auf möglichst ressourcenschonendes Arbeiten: Durch die speziell gebauten Erdkeller müssen wir hier keine energieaufwändige Wärme-Kältetechnik einsetzen. Die natürliche Kühle und Luftfeuchtigkeit der Keller sorgt von ganz alleine für ideale Reife- und Lagerbedingungen. Mit einem im Weingut selbst entwickelten System aus Ventilatoren wird die Nachtkühle der Außenluft zur Temperaturregulierung genutzt.

TROCKEN-MAUER

Während der Flurbereinigung in den 60er Jahren fielen zahlreiche Hecken, Bäume und Nischen als Brutstätten und Lebensraum für Tiere einfach weg. Durch Anlegen von Streuobstwiesen, Blühstreifen, einer 70 Meter langen Trockenmauer am Frankweiler Petersbuckel versuchen wir einen Ausgleich zu schaffen und so neuen Lebensraum für Kleintiere und Insekten zu gestalten.

LEBENS-TÜRME

Auf unseren Weinbergen stehen mittlerweile drei 5-Meter hohe Lebenstürme, die auf nur einem Quadratmeter Fläche in verschiedenen Stockwerken Unterschlupf für Igel, Mäuse, Wildbienen, Vögel und zahlreiche andere Insekten und Kleintiere bieten. Sie dienen zur Erhaltung der Artenvielfalt, denn durch die zunehmende Monokultur, verlieren viele Lebewesen ihren natürlichen Lebensraum.

Nachhaltigkeitsbericht zum Download
Wir sind Pioniere

Die Nachhaltigkeit liegt uns aber schon seit langem am Herzen. Schon Vater Herbert Roth wurde in den 70er Jahren bei seinem Studium an der Universität in Heidelberg durch das Buch „Grenzen des Wachstums“ vom „Club of Rome“ für dieses Thema sensibilisiert. Dazu kommt bis heute ein reger Gedankenaustausch mit einem Schulfreund, der Umweltwissenschaften studiert hat. Seitdem ist der Wilhelmshof ein echter Nachhaltigkeits-Pionier im Weinbau. Ob Experimente mit neuen resistenten Rebsorten, innovativen Verpackungen und ressourcenschonenden Kellertechniken: wir versuchen stetig aufs Neue, noch nachhaltiger zu werden.

 

Wir sind energieeffizient

Zum Gesamtkonzept gehört die nachhaltige Energiegewinnung durch Photovoltaik. Rund 40 Prozent des selbst erzeugten Stroms werden im Weingut verbraucht. Seit Jahren ist eine zusätzliche Photovoltaikanlage mit Stromspeicher geplant, scheiterte bisher an der Genehmigung durch den Netzbetreiber. Mit dem neuen EEG von 2021 ist zwar jetzt die gesetzliche Hürde weggefallen, nun hat der Installateur angekündigt wegen Arbeitskräftemangels, bzw. zu hohem Auftragsvolumen die Arbeit erst 2023 ausführen zu können!

Durch das Verbrennen der alten Rebstöcke mit einem Holzvergaserkessel, der sehr energieeffizient und schadstoffarm ist, konnte der Heizölverbrauch um 70 Prozent gesenkt werden. Nicht zuletzt ersetzt im Neubau des Wohnhauses mit Büro eine solarbetriebene Wärmepumpe den alten Ölheizkessel.

 

Wir denken sozial

Auch soziales Engagement ist uns im Gut sehr wichtig. Seit vielen Jahren organisieren wir auf unserem Gut kulturelle Veranstaltungen um jungen Künstler, Musikern, Maler, Bildhauern etc. eine kostenlose Plattform zu geben, damit sie ihre Werke öffentlich präsentieren können. Während der Flüchtlingskrise 2015 starteten wir auf Initiative des jungen Teams und der internationalen Lesehelfer das Projekt Multikulti-Wein, an dessen Ende eine Spende von 16.000 Euro für Terre des Hommes stand.

All dies tun wir freiwillig, das ist eine Frage der Haltung.

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