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Weinkeller - Ruhe, Reife, unschätzbares Geheimnis...
Eine weihevolle Stimmung bemächtigt sich des Gastes, wenn er den Fasskeller des Wilhelmshofs
betritt. Locus iste a deo factus est, möchte man anstimmen: "Diesen Ort hat Gott gemacht,
unschätzbares Geheimnis, ohne Fehl ist er." In diesem unterirdischen Highlight der Pfalz
vollzieht es sich: Die Reife. Es ist still. Ab und zu brummelt irgendwo ein Wein vor sich
hin, der noch nicht zu Ende gegoren hat.
Die ältesten Teile stammen von 1722, einhundertfünfzig Barriques lagern im doppelschichtig
gemauerten Bruchsteinkeller. Idealbedingungen auch hier: Der Sandstein speichert die
überschüssige Luftfeuchte und gibt sie kontrolliert ab. Temperaturunterschiede? Nicht
nennenswert. So etwas lieben Holzfässer. - Die Weißen, auch die jung gelesenen Grundweine
für den Sekt nach Champagnermethode, ruhen in Edelstahlstanks. Dort bereiten sie sich vor
auf ihren glanzvollen Auftritt.
Ein weiterer Genussort ersten Ranges: Der Rüttelkeller. Etwa viertausend Flaschen Sekt,
schräg aufgereiht, bilden zusammen eine gewaltige Champagner-Orgel. Die Roths verstehen es,
darauf zu spielen wie kaum ein anderer. 1841 wurde der Gewölbekeller erbaut. Immerhin von
einem echten Bürgermeister.
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